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FAQ – Häufig gestellte Fragen
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Jetzt anrufen05231 45 199 75Die meisten Verstopfungen in Bad, Küche oder Gäste-WC sind innerhalb einer Stunde geöffnet, sobald der Zugang zur Leitung frei liegt. Länger dauert es, wenn die Ablaufstelle schwer zugänglich ist oder wenn erst geklärt werden muss, in welchem Leitungsabschnitt die Verstopfung überhaupt sitzt. Liegt das Problem in der Grundleitung unter der Bodenplatte, kommt die Suche nach der passenden Reinigungsöffnung dazu. Auch die Art der Ablagerung spielt eine Rolle: lose Haare sind schneller heraus als eine über Jahre gewachsene Fettschicht, die von der Rohrwand gelöst werden muss.
Für ein normales Einfamilienhaus liegt der Aufwand aus Reinigung und Kamerafahrt üblicherweise bei zwei bis drei Stunden, je nach Länge und Zugänglichkeit der Leitung. Die reine Fahrt mit der Kamera nimmt davon den kleineren Teil ein, weil das Spülen im Vorfeld mehr Zeit kostet. Länger wird es, wenn der Revisionsschacht erst gesucht oder freigelegt werden muss oder wenn mehrere Stränge einzeln befahren werden sollen. Auch stark verzweigte Leitungsführungen in älteren Gebäuden verlängern den Termin. Eine grobe Einschätzung dazu geben wir schon am Telefon. Planen Sie den halben Vormittag ein, dann bleibt genug Luft für Rückfragen.
In Mietverhältnissen trägt die Beseitigung einer Verstopfung grundsätzlich die Vermieterseite, sofern die Mietpartei sie nicht selbst verursacht hat. Unterschiede gibt es je nach Mietvertrag und je nachdem, ob die Verstopfung im gemeinschaftlich genutzten Strang oder in der eigenen Wohnung sitzt. Deshalb ist es sinnvoll, im Notfall zuerst die Hausverwaltung zu informieren, sofern das zeitlich möglich ist. Droht ein unmittelbarer Schaden, dürfen Sie handeln und sollten das anschließend nachweisen können. Bewahren Sie Rechnung und Fotos gut auf, denn beides ist später Ihre Grundlage. Eine kurze schriftliche Meldung an die Verwaltung ist dabei immer besser als ein Anruf.
Der Grund ist Fett, das flüssig in die Spüle geht und wenige Meter weiter an der kalten Rohrwand wieder fest wird und dort haften bleibt. Auf dieser klebrigen Schicht sammeln sich anschließend Kaffeesatz, Mehl, Stärke und kleine Essensreste, sodass die Ablagerung Schicht für Schicht wächst. Anders als Haare im Badabfluss lässt sich diese Masse nicht einfach herausziehen, weil sie fest an der Wand sitzt. Dazu kommt, dass Küchenleitungen oft nur einen kleinen Durchmesser haben. Schon wenige Millimeter Ablagerung machen dort einen spürbaren Unterschied. Deshalb ist die Küche die häufigste Ursache für Einsätze im Haushalt.
An erster Stelle stehen Feuchttücher, die trotz anderslautender Aufdrucke im Abwasser nicht zerfallen und sich im Bogen hinter der Schüssel zu einem festen Knäuel verhaken. Dazu kommen Hygieneartikel, Wattestäbchen, Zahnseide, Katzenstreu und Speisereste, die alle nicht in die Toilette gehören. Auch sehr große Mengen Toilettenpapier auf einmal können eine ohnehin verengte Leitung zusetzen. Bei älteren Anlagen spielt zusätzlich Kalk eine Rolle, weil er den Querschnitt über die Jahre langsam verkleinert. In der Praxis ist die Ursache jedoch fast immer etwas, das jemand hineingeworfen hat. Ein geschlossener Deckel und ein Eimer daneben verhindern das meiste davon.
Für den Abschnitt vom Haus bis zur Grundstücksgrenze ist in aller Regel die Eigentümerin oder der Eigentümer verantwortlich, nicht der Netzbetreiber. Das betrifft sowohl die Reinigung als auch die Instandhaltung und im Schadensfall die Sanierung. Ab der Grenze übernimmt meist die Kommune, wobei die genaue Trennlinie je nach Satzung abweichen kann. Wer ein Objekt vermietet, sollte im Blick behalten, dass die Verkehrssicherungspflicht bei der Eigentümerseite bleibt. Im Zweifel gibt die örtliche Entwässerungssatzung verbindlich Auskunft über die Zuständigkeit. Ein kurzer Blick in dieses Dokument erspart später unnötigen Streit mit Nachbarn.
Das deutlichste Frühzeichen ist Wasser, das spürbar langsamer abläuft als früher, obwohl sich am Nutzungsverhalten der Ablaufstelle nichts geändert hat. Dazu kommen Gluckergeräusche im Siphon oder in der benachbarten Ablaufstelle, weil die Luft nicht mehr frei durch die Leitung ziehen kann. Auch ein modriger Geruch aus dem Abfluss ist ein deutlicher Hinweis, denn er entsteht an stehenden Resten in der Leitung. Wer bei diesen Anzeichen früh reagiert, bekommt in aller Regel noch einen planbaren Werktagstermin. Wer dagegen abwartet, ruft irgendwann an einem Sonntagabend an und braucht dann den Notdienst.

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